Samstag, 6. August 2016
Ratten als Nikotinpflaster
chris tine, 11:43h
Soooo, man will es ja kaum glauben, aber nun läuft gerade der Nichtraucherversuch Numero… Ja, das weiß ich nicht ganz genau, irgendwann zählt man ja nicht mehr mit. Leider!
Auf jeden Fall habe ich diese App „Get rich or die smoking“ nun auf meinem Handy, die mich bei jedem Zweifeln motiviert. Draufschauen und die steigende Prozentzahl bewundern, die wunderbar mit grünen Balken visualisiert wird. Je mehr grün man sieht, desto näher ist man an gesundheitlichen Erfolgen. In den ersten drei Tagen ist der Rauchzwang natürlich noch am größten ist, aber dafür sind in der Zeit auch die gesundheitlichen Schritte und Erfolge am schnellsten. Das zeigt mir zumindest die App. Und wenn das eine App sagt, muss es bekanntlich auch stimmen.
An sich ist bei genug Ablenkung, das Nichtrauchen kein Problem, nur jetzt bei Kaffee, schreiben und hier sitzen und die Entspannung genießen, wird es umso schwerer. Da höre ich das knuspern aus dem großen Käfig neben mir, als würde mich jemand auf sich aufmerksam machen wollen. Klappt auch. Große braune Augen und ein fragendes felliges Gesicht schauen mich an. „He was ist dein Problem, iss doch einfach was, dann ist alles halb so wild!“ So in etwa könnte der Gedanke hinter der Fellnase sein. Und die Fellnase hat eigentlich Recht! Essen ist ein wunderbarer Ersatz! Muss aber das richtige sein! Zum Frühstück etwas Frisches wie ein selbstgemachter Joghurt-Waldbeeren-Smoothie, vertreib die Sorgen um das Nichtrauchen! Oder eine leckere Asia-Gemüse-Pfanne zum Abendessen und schon fühlt man sich gesünder als durch Burger.
Und wenn alles nichts hilft, werden die Fellbälle aus ihrem Auslauf auf das Sofa gelassen und mit ganz viel Belohnungssnacks überredet auf der Schulter zu bleiben. Als Meinungsengelchen bei eventuellen inneren Diskussionen ob man nicht vielleicht doch wieder eine Zigarette in die Hand nehmen sollte. Oder als Nikotinpflaster sozusagen, denn mit ihnen auf der Schulter, sollte man sowieso nicht rauchen. Bei meinen Fellbällen definitiv nicht, die zwicken einem in die Hand bei dem Versuch sie zu streicheln, da sie den Geruch nicht wirklich mögen! Sehr hilfreich und anfeuernd die Kleinen!
Auf jeden Fall habe ich diese App „Get rich or die smoking“ nun auf meinem Handy, die mich bei jedem Zweifeln motiviert. Draufschauen und die steigende Prozentzahl bewundern, die wunderbar mit grünen Balken visualisiert wird. Je mehr grün man sieht, desto näher ist man an gesundheitlichen Erfolgen. In den ersten drei Tagen ist der Rauchzwang natürlich noch am größten ist, aber dafür sind in der Zeit auch die gesundheitlichen Schritte und Erfolge am schnellsten. Das zeigt mir zumindest die App. Und wenn das eine App sagt, muss es bekanntlich auch stimmen.
An sich ist bei genug Ablenkung, das Nichtrauchen kein Problem, nur jetzt bei Kaffee, schreiben und hier sitzen und die Entspannung genießen, wird es umso schwerer. Da höre ich das knuspern aus dem großen Käfig neben mir, als würde mich jemand auf sich aufmerksam machen wollen. Klappt auch. Große braune Augen und ein fragendes felliges Gesicht schauen mich an. „He was ist dein Problem, iss doch einfach was, dann ist alles halb so wild!“ So in etwa könnte der Gedanke hinter der Fellnase sein. Und die Fellnase hat eigentlich Recht! Essen ist ein wunderbarer Ersatz! Muss aber das richtige sein! Zum Frühstück etwas Frisches wie ein selbstgemachter Joghurt-Waldbeeren-Smoothie, vertreib die Sorgen um das Nichtrauchen! Oder eine leckere Asia-Gemüse-Pfanne zum Abendessen und schon fühlt man sich gesünder als durch Burger.
Und wenn alles nichts hilft, werden die Fellbälle aus ihrem Auslauf auf das Sofa gelassen und mit ganz viel Belohnungssnacks überredet auf der Schulter zu bleiben. Als Meinungsengelchen bei eventuellen inneren Diskussionen ob man nicht vielleicht doch wieder eine Zigarette in die Hand nehmen sollte. Oder als Nikotinpflaster sozusagen, denn mit ihnen auf der Schulter, sollte man sowieso nicht rauchen. Bei meinen Fellbällen definitiv nicht, die zwicken einem in die Hand bei dem Versuch sie zu streicheln, da sie den Geruch nicht wirklich mögen! Sehr hilfreich und anfeuernd die Kleinen!
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Haltbarmachung im Irish Pub
chris tine, 10:49h
Mir viel vor ein paar Tagen ein, dass wir vor nicht allzu langer Zeit in einem Irish Pub waren. Das an sich ist noch nicht wirklich aufregend. Das wird es ja bekanntlich erst nach einigen Gläsern Cidre und Bier! Aber an was ich eigentlich denken musste, ist die Tatsache, dass es eine Raucherkneipe war.
Zu dem Zeitpunkt habe ich noch nicht wieder geraucht und saß da drin. In der ersten Stunde, war das auch nicht weiter wild. Die Tür zur Straße stand offen und die Menge der Leute war an einer Hand abzählbar. Was sich aber abends schnell ändert mit zunehmender Besucherzahl, ist die Luftqualität im Pub. Ich habe mich nach einer Weile wie ein Aal gefühlt und konnte nicht mal annähernd verstehen, wie ich mir das früher freiwillig geben konnte. In meiner Jugendzeit, durfte mit 16 geraucht werden und das in jeder Kneipe. Und ich war in vielen Kneipen und ähnlichen Amüsements.
Jedenfalls hat sich in diesem Pub die Lunge geweigert einzuatmen je später der Abend wurde.
Die Klamotten am nächsten Tag in die Hand zu nehmen, war auch nicht wirklich schön. Ich habe mir eingebildet, dass ich auf meinem schwarzen Pulli einen gelben Film erkennen könne. Und es stellte sich schließlich heraus, dass sie wie Nikotinpflaster funktionierten. Und das innerhalb von drei Sekunden nach Hautkontakt. Also das Pub an sich ist wirklich toll. Richtig klein und urig, aber jetzt – selbst als Raucher – würde ich es mir nicht noch mal trauen, da hinein zu gehen. In die Höhle der Haltbarmachung durch Rauch. Dafür fühle ich mich im Alltag nicht genug wie ein Aal. Nichtraucher kann ich wirklich verstehen, dass sie sich nicht mehr sowas aussetzen wollen. Ich will es ja noch nicht mal als momentaner Nichtnichtraucher. Am Ende ist es sowieso viel gesünder, das ganze Gequalme aus unserer Gesellschaft zu verbannen. Doch das ist nur möglich wenn wir Nichtnichtraucher endlich unsere innere Stimme nicht mehr in einer Ecke im Qualm ersticken oder eben Haltbarmachen. Je nachdem, wie man es bezeichnen möchte.
Zu dem Zeitpunkt habe ich noch nicht wieder geraucht und saß da drin. In der ersten Stunde, war das auch nicht weiter wild. Die Tür zur Straße stand offen und die Menge der Leute war an einer Hand abzählbar. Was sich aber abends schnell ändert mit zunehmender Besucherzahl, ist die Luftqualität im Pub. Ich habe mich nach einer Weile wie ein Aal gefühlt und konnte nicht mal annähernd verstehen, wie ich mir das früher freiwillig geben konnte. In meiner Jugendzeit, durfte mit 16 geraucht werden und das in jeder Kneipe. Und ich war in vielen Kneipen und ähnlichen Amüsements.
Jedenfalls hat sich in diesem Pub die Lunge geweigert einzuatmen je später der Abend wurde.
Die Klamotten am nächsten Tag in die Hand zu nehmen, war auch nicht wirklich schön. Ich habe mir eingebildet, dass ich auf meinem schwarzen Pulli einen gelben Film erkennen könne. Und es stellte sich schließlich heraus, dass sie wie Nikotinpflaster funktionierten. Und das innerhalb von drei Sekunden nach Hautkontakt. Also das Pub an sich ist wirklich toll. Richtig klein und urig, aber jetzt – selbst als Raucher – würde ich es mir nicht noch mal trauen, da hinein zu gehen. In die Höhle der Haltbarmachung durch Rauch. Dafür fühle ich mich im Alltag nicht genug wie ein Aal. Nichtraucher kann ich wirklich verstehen, dass sie sich nicht mehr sowas aussetzen wollen. Ich will es ja noch nicht mal als momentaner Nichtnichtraucher. Am Ende ist es sowieso viel gesünder, das ganze Gequalme aus unserer Gesellschaft zu verbannen. Doch das ist nur möglich wenn wir Nichtnichtraucher endlich unsere innere Stimme nicht mehr in einer Ecke im Qualm ersticken oder eben Haltbarmachen. Je nachdem, wie man es bezeichnen möchte.
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Auf zu neuen Taten
chris tine, 10:48h
So, neuer Tag und dem zu folge neues Glück! Sport wurde gemacht, Frühstück mit tollen Aufstrichen wurde gegessen. Nun sitze ich da und kann auf meinem Laptop nichts lesen, auch nicht mit Brille. Das ist natürlich für das Schreiben und das Arbeiten mit Programmen. Jetzt kam mir doch tatsächlich der Gedanke, dass es schön wäre raus zu gehen, sich ein wenig bewegen. Das kurbelt den Kreislauf an, der Blutdruck steigt und schwubs, kann ich wieder ordentlich lesen. Ein „positiver“ Nebeneffekt wäre es, noch eine Schachtel Zigaretten zu holen. Aber nein, das möchte ich nicht. Also eigentlich schon, denn wie soll ich hier sonst weiter schreiben? Ohne Kampf gibt es auch keinen Gedankenkreisel. Aber nö, heute bin ich stark! Geschichten habe ich genug in meinem Kopf. Die kann ich auch ohne Zigaretten schreiben… Immerhin weiß ich ja gut genug, was ich all die Zeit denke und hin und her überlege.
Die besagte gute Freundin hat nun auch wieder den Ansporn gefunden nicht zu rauchen. Das ist klasse. Sie hat mir den Screenshot einer App geschickt, die einen mit anfeuert. Ich habe schon ganz vergessen, dass es solche Apps gibt. Schön, dass sie sie mir wieder ins Gedächtnis gerufen hat. Im Prinzip ist diese App ein Counter: sie zeigt, wie viele Zigaretten man nicht geraucht hat, wieviel Geld und Zeit man gespart hat und noch so manches mehr. Sogar ein Gegenstand, den man er-nicht-rauchen möchte, kann eingegeben werden. Dann wird einem gezeigt, wie viel Prozent man bereits davon er-nicht-raucht hat. Ich finde das ist eine sehr tolle Idee. Habe mir die App bereits gleich nach dem Sport installiert. Ich bin ehrlich gesagt gespannt, wie oft ich auf den „Rückfall-Reset“-Knopf drücken muss. Ich hoffe nicht allzu oft oder am besten gar nicht.
Aber zuerst muss ein Datum für den Start der rauchfreien Zeit festgelegt werden. Also erneut die Frage, wann soll es losgehen? Heute sieht es mau aus mit meinem Durchhaltevermögen. Da wird es nichts werden obwohl ich es bereits geplant hatte. Warum eigentlich nicht? Ach weil heute Sonntag ist. Das Wetter ist grau, man kann sich also nicht mit Spazieren ablenken. Ein schöner Zeitvertreib ist es nämlich mit meinem Freund spazieren zu gehen. Da nehme ich meist keine Zigaretten mit und rauche daher weniger. Aber bei dem Wetter… Ja, Ausreden habe ich. Sogar recht plausible. Zumindest in meiner Welt. Das bisschen Sport hat auch nichts gebracht um mich konsequent vom Rauchen ab zu halten. Ich erwarte nämlich, dass sich nach 15 Minuten Sport seit einem Monat sofort alles verändert. Und wenn es das nicht tut, dann lohnt es sich nicht, den Rest des Verhaltens zu ändern.
Es ist wirklich suspekt, was alles durch das Suchtverhalten in einem als Argumente durch geht. Würde jemand anderes vor mir stehen und mir sowas sagen, würde ich mich vogelzeigend umdrehen und gehen…. Aber ich komme ja nicht von mir selber weg. Ich habe es versucht (beim Joggen), aber ich bin mir stets auf den Fersen. Alter-Ego-Stalker sozusagen…
Eventuell klappt es aber andersrum? Erst den Sport regelmäßig starten und dann das Rauchen aufgeben. Nach und nach würde ich Veränderungen feststellen und dann das Rauchen aufhören. Könnte klappen, hat es ja beim ersten Mal auch. Also, auf zum Portemonnaie statt auf zu neuen Taten… Und dann mit klarem Kopf den Blog ins Netz stellen und auf Motivationszurufe hoffen!
Die besagte gute Freundin hat nun auch wieder den Ansporn gefunden nicht zu rauchen. Das ist klasse. Sie hat mir den Screenshot einer App geschickt, die einen mit anfeuert. Ich habe schon ganz vergessen, dass es solche Apps gibt. Schön, dass sie sie mir wieder ins Gedächtnis gerufen hat. Im Prinzip ist diese App ein Counter: sie zeigt, wie viele Zigaretten man nicht geraucht hat, wieviel Geld und Zeit man gespart hat und noch so manches mehr. Sogar ein Gegenstand, den man er-nicht-rauchen möchte, kann eingegeben werden. Dann wird einem gezeigt, wie viel Prozent man bereits davon er-nicht-raucht hat. Ich finde das ist eine sehr tolle Idee. Habe mir die App bereits gleich nach dem Sport installiert. Ich bin ehrlich gesagt gespannt, wie oft ich auf den „Rückfall-Reset“-Knopf drücken muss. Ich hoffe nicht allzu oft oder am besten gar nicht.
Aber zuerst muss ein Datum für den Start der rauchfreien Zeit festgelegt werden. Also erneut die Frage, wann soll es losgehen? Heute sieht es mau aus mit meinem Durchhaltevermögen. Da wird es nichts werden obwohl ich es bereits geplant hatte. Warum eigentlich nicht? Ach weil heute Sonntag ist. Das Wetter ist grau, man kann sich also nicht mit Spazieren ablenken. Ein schöner Zeitvertreib ist es nämlich mit meinem Freund spazieren zu gehen. Da nehme ich meist keine Zigaretten mit und rauche daher weniger. Aber bei dem Wetter… Ja, Ausreden habe ich. Sogar recht plausible. Zumindest in meiner Welt. Das bisschen Sport hat auch nichts gebracht um mich konsequent vom Rauchen ab zu halten. Ich erwarte nämlich, dass sich nach 15 Minuten Sport seit einem Monat sofort alles verändert. Und wenn es das nicht tut, dann lohnt es sich nicht, den Rest des Verhaltens zu ändern.
Es ist wirklich suspekt, was alles durch das Suchtverhalten in einem als Argumente durch geht. Würde jemand anderes vor mir stehen und mir sowas sagen, würde ich mich vogelzeigend umdrehen und gehen…. Aber ich komme ja nicht von mir selber weg. Ich habe es versucht (beim Joggen), aber ich bin mir stets auf den Fersen. Alter-Ego-Stalker sozusagen…
Eventuell klappt es aber andersrum? Erst den Sport regelmäßig starten und dann das Rauchen aufgeben. Nach und nach würde ich Veränderungen feststellen und dann das Rauchen aufhören. Könnte klappen, hat es ja beim ersten Mal auch. Also, auf zum Portemonnaie statt auf zu neuen Taten… Und dann mit klarem Kopf den Blog ins Netz stellen und auf Motivationszurufe hoffen!
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Raucher oder Nichtraucher - Das ist hier die Frage
chris tine, 10:47h
Nichtraucher-Tipps und –Blogs gib es ziemlich viele, jedoch werde ich keine "So schaffst du es" oder "So habe ich es geschafft"-Zeilen schreiben bzw. schreiben können. Ich versuche hier meine Gedanken und Versuche aufzuschreiben um hoffentlich endlich (wieder) Nichtraucher zu sein. Wenn dabei Motivationen für andere rausspringen, ist es natürlich wunderbar! Feedback und Gedankenaustausch ist hier herzlich willkommen. Denn miteinander leiden bei dem Versuch das Rauchen aufzugeben, macht es für alle leichter und erträglicher.
Meine Raucher-Nichtraucher-Nichtnichtraucher-Geschichte
Die Rauchergeschichte ist recht schnell geschrieben. Seit ich zwölf bin rauche ich regelmäßig und demzufolge im Laufe der Jahre immer mehr und viel zu viel. Der Gedanke es endlich zu lassen hat mich vor etwas mehr als zwei Jahren gepackt. Ich habe mit dem Joggen angefangen, was sich nie für möglich gehalten habe, Joggen habe ich immer als albern empfunden. Wenn mir ein Jogger entgegen kam, habe ich immer innerlich – wahrscheinlich oft auch äußerlich – mit dem Kopf geschüttelt. Dann kam eines Tages eine gute Kollegin auf mich zu und sagte, dass für den Firmenlauf noch jemand gesucht wird, der einen anderen Kollegen ersetzt. Da ich mich gerade getrennt hatte und neue Sachen ausprobieren wollte und Zerstreuung brauchte, habe ich einfach mal Ja gesagt. Einmal das Laufen ausprobiert und zwei Tage später beim Firmenlauf die knapp 6,5 km runtergerissen…zwar etwas qualvoll, aber ok. Relativ schnell konnte ich meine Leistung auf 10 km steigern und habe trotz Rauchen meinen ersten 10 km Lauf in 58 Minuten gemacht. Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden und es nagte in mir die Frage, was ich denn alles schaffen könnte, wenn ich nicht Rauchen würde…
Gesagt, Getan… Einfach nicht mehr rauchen! Da man ja vorher schon weiß, dass es nicht einfach wird, ist belesen immer ganz gut. Und da bin ich über was gestolpert, dass wirklich gut geholfen hat, zusätzlich zur eigenen Motivation. Mit dem Gesundheitscoach der TK arbeitet man interaktiv und liest nicht nur Tipps. Hier der Link für alle Interessierten https://www.tk.de/tk/vorsorge-und-frueherkennen/tk-gesundheitscoach/nichtrauchercoach/38634 . Und man bindet ein bis zwei Nichtraucher mit ein, die einem auf die Finger schauen und genauso Tipps bekommen, wie sie dich unterstützen. Es war zwar trotzdem noch schwer, aber irgendwie erträglicher als ich mir anfangs vorgestellt habe. Der regelmäßige Sport hat sein Übriges getan um die Gedanken abzulenken.
Nach ca. einem dreiviertel Jahr kam allerdings die Langeweile beim Laufen und so manche Party. Es hat sich das Rauchen wieder in mein Leben und meinen Kopf geschlichen. Gedanken wie „eine am Abend ist ja nicht so schlimm und teuer“. Doch bei der Einen ist es logischer Weise nicht geblieben. Nun stand ich wieder da und habe im Kopf mit mir, Enttäuschung und der Zigarette gerungen. Das war ziemlich frustrierend.
Aber es ist auch nicht wirklich einfach, wenn man schon so lange raucht! Immerhin hat mich das Rauchen so lange im Leben begleitet und gehörte zu den meisten Erinnerungen. Zum Beispiel das sommerabendliche Sitzen an der Elbe mit Bier und Freunden, oder das entspannte Rauchen am ersten Urlaubstag mit dem Kaffee in der Hand.
Jedoch habe ich in dem dreiviertel Jahr ohne Zigarette enorm viele Vorteile kennengelernt, die mich eigentlich davon abhalten sollten wieder zur Zigarette zu greifen: Das tiefe einatmen der frischen Morgenluft. Sich nach einer Feier nicht mit dem „schlimmsten Kater ever“ (das denke ich bei jedem Kater aufs Neue) am nächsten Tag aufzuwachen. Ja, ein Kater fühlt sich als Nichtraucher ganz anders an! Viel besser zu ertragen und schneller wieder weg. Einfach toll! Genauso wie das Aufwachen am Morgen. Ich fühlte mich einfach fitter am Morgen und habe dann sogar alle zwei Tage für 15 Minuten Sport gemacht. Das hat dem körperlichen Wohlbefinden und der Selbstwahrnehmung echt gut getan. Und als kleine zusätzliche Belohnung natürlich das Geld, das am Ende des Monats übrig geblieben ist…
Und trotzdem kaufte ich wieder eine Schachtel… und habe sie halbvoll weggeschmissen. Und dann wieder eine Schachtel, die ich wieder weg warf. Und so weiter und so fort. Bei jedem Wegwerfen, tat es mir wegen dem Geld leid. Ironischer Weise nur beim Wegwerfen und nicht wenn ich die Schachtel zu Ende geraucht habe. Das ist schon sehr paradox! Aber naja, so funktioniert das im Kopf, wenn man nach etwas süchtig ist.
Motivation und Gedankenkreisel 2.0
Zum Glück hatte ich eine gute Freundin und einen guten Kollegen, die zu dem Zeitpunkt auch von Ihrer Raucherei genervt waren und wir schlossen einen Pakt: Wir hören gemeinsam auf! Aber nicht einfach nur aufhören und fertig, nein, ein Belohnungs- und Bestrafungssystem musste her… Als Anreiz!
Die Belohnung: nach einem Monat - oder länger wie es sich am Ende rausstellte - gönnen wir uns gemeinsam eine richtig gute und teure Flasche Whisky. Zum Glück sind wir alle Whiskyfreunde. Die Bestrafung: derjenige, der in der Zeit wieder eine Zigarette raucht, muss die Flasche bezahlen!
Das hat eigentlich recht gut geklappt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich wieder eine geraucht habe… Und ich weiß gar nicht mehr warum… Jedenfalls hat es nur die Eine gegeben und ich habe die Flasche bezahlt - der Kollege hat aber was dazu gegeben, aus welchen Gründen auch immer ;-) Darüber haben wir nie gesprochen!
Es gab wieder eine lange Zeit des Nichtrauchens und das fand ich in der Zeit klasse… Bis vor ein paar Monaten. Seit dem geht der Ärger wieder los. Und frustriert mich aufs Neue!
Motivation und Gedankenkreisel 3.0
Ich muss voraus schicken, dass ich kurz nach dem Whisky Abend in eine andere Stadt gezogen bin und hier noch keine neuen Verbündeten zu diesem Thema habe. Meine Mitverschwörerin hat auch wieder angefangen zu rauchen…Sehr ärgerlich, allerdings ist es bei ihr stressbedingt und daher irgendwie noch nachvollziehbar. Zumindest als Außenstehender, sie selbst ist darüber vermutlich nicht sehr amused...
Ich weiß nicht so recht, warum ich wieder angefangen habe, da es absolut keinen Grund gibt. Mein neuer Job ist um einiges weniger stressig. Ich muss nicht jeden Tag Überstunden machen und die neue Stadt ist entspannter und hübsch anzusehen. Also alles, was ich wollte nach den Jahren der Stresserei.
Meine Gedanken drehen sich im Kreis. Ich schiebe das Nichtrauchen immer wieder auf den nächsten Tag, denn solange ich noch Zigaretten in der Schachtel habe, wäre es ja schade ums Geld. Wobei ich auch wieder einige Schachteln zwischendurch weggeworfen habe um es erneut zu schaffen. Tja, Pustekuchen, denn irgendwie geht es dann doch nicht ohne.
Ich schwanke ständig zwischen Enttäuschung über mich und Gleichgültigkeit hin und her. Abends merke ich immer wieder, dass es dumm ist zu rauchen. Vor allem aus körperlicher Sicht. Zum Rauchen muss ich zwei Etagen runter auf die gemeinschaftliche Terrasse, denn in der Wohnung rauchen geht für mich absolut nicht und ging es auch nie. Das ist zum einen ekelhaft und zum anderen sind mein Freund und meine Ratten Nichtraucher. So viel Rücksicht nehme ich dann schon auf andere. Ok, ein zwei Wohnung hatte ich, in denen ich gezwungener Maßen rauchen musste - es war ja kein Balkon dran und ab drei Etagen hörte die Rücksicht auch auf. Aber das ist lange her! Jedenfalls muss ich die zwei Etagen auch wieder hoch und das ist oft mit erhöhtem Puls und schwerer Atmung verbunden, wenn ich dann wieder vor unserer Wohnungstür stehe. Das sind die Momente, in denen ich über mich selber den Kopf schüttle, zum einen vor Verachtung und zum anderen….Nein, eigentlich meist nur vor Verachtung, dass ich es wieder nicht geschafft habe bei der letzten Zigarette oder Schachtel aufzuhören.
Sport am Morgen habe ich schleifen lassen bis hin, dass ich keinen mehr mache. Das Essen, dass ich mir momentan in den Körper schiebe ist echt nicht das Beste…Abgesehen davon, dass ich Appetitsprobleme habe. Das kann ich allerdings auf die Sportlosigkeit zurückführen. Denn durch Sport habe ich gelernt, dass der Körper immer auf das Appetit hat, das ihm in dem Moment gut tut. Und das ist meist was Frisches wie Gemüse, Obst und irgendwas mit vielen Proteinen! Und durch frisches Essen steigen das innerliche Wohlbefinden und die Motivation um einiges. Das weiß ich aus Erfahrung und habe es in der Nichtraucherphase auch sehr gemocht. Vor allem, da ich nur noch selten bis zur Überfüllung gegessen habe bzw. durch die Auswahl der Lebensmittel gar nicht dieses schwere Gefühl im Körper bekommen habe. Wie jeder Raucher weiß, schmeckt die Zigarette nach einem schweren Essen fast noch besser als die anderen Zigaretten. Das Problem des Rauchverlangens wäre mit gutem Essen also auch fast automatisch behoben.
Somit bin ich wieder an dem Punkt, an dem mir völlig bewusst ist, dass ich mich mit dem Rauchen nicht wohl fühle und es mir ohne um einiges besser geht, aber die Bequemlichkeit siegt momentan… Schließlich weiß ich ja jetzt wie schwer es ist die erste Zeit ohne Zigarette zu überstehen. Aber ich weiß auch, dass es nach einer bestimmten Zeit einfacher und unbeschwerlicher wird. Außerdem gibt es für die Gegenwart und die Zukunft gute Gründe das Rauchen endlich wieder und vor allem endgültig zu lassen: mein Freund soll sich nicht in 10 oder 20 Jahren Sorgen müssen ob ich mit einer Chemotherapie wieder gesund werde. Eine kleine Schwester habe ich, die sehr stolz auf mich war als ich endlich nicht mehr geraucht habe. Ihre Enttäuschung darüber trifft mich eigentlich mitten ins Herz. Oder wenn doch mal ein kleines Menschlein in mir heran wächst, muss ich nicht während dessen erst aufhören zu rauchen, sondern biete dem/der Kleinen von Anfang an eine gute Umgebung ohne irgendwelche Nikotin- und Teerbelastungen. In meinen Augen ist nichts unverantwortlicher als während der Schwangerschaft zu rauchen. Und ich muss gestehen, dass ich seit dem ersten Versuch aufzuhören alle Eltern (vor allem Mütter), die rauchend neben ihrem Kinderwagen stehen, in meinem Kopf abwertend beurteile. Das mag nicht fair sein, denn selber weiß ja wie schwer das ist nicht zu rauchen, aber es ist nun mal mein Gedankengang. Wahrscheinlich weil ich selber nicht so sein möchte.
Die Aktivitätsproblematik ist ein großes Thema für mich, immerhin braucht man Zerstreuung während der Raucherentwöhnung. Freizeit und eine interessante Umgebung wollte ich immer. Tja, beides habe ich jetzt, aber warum nutze ich das nicht??? Irgendwie muss ich lernen mit der Freizeit auch endlich mal was anzufangen. Die Jahre davor hatte ich ständig Arbeit um die Ohren, selbst in meinem bisschen Freizeit habe ich nur über Arbeit gesprochen. Alle sagen immer: "Jetzt hast du Zeit für ein Hobby!" aber das ist zu zeitintensiv… Man erkenne die Ironie! Wenn ich mich auf ein Hobby konzentriere, dann ist mir das zu zeitaufwändig und meist entstehen daraus Verpflichtungen früher oder später. Am Ende wird das sicherlich nicht der Fall sein, aber so sagt es der Kopf. Und vor allem, welches Hobby soll es denn sein? Stricken habe ich mal versucht, weil eine Kollegin tolle Sachen aus Wolle gezaubert hat. Nach einer Woche habe ich es sein lassen, da es mich leicht aggressiv gemacht hat. Das in Kombination mit den Stricknadeln habe ich dann doch als zu gefährlich eingestuft!
Also müssen viele kleine Beschäftigungen her, die ich spontan machen kann, je nach dem, wonach mir gerade ist… Und die mich effektiv vom Rauchen ablenken! Aber auch da die Frage: "Welche?" Da kommt das Thema Sport wieder auf, und dass es ganz schön anstrengend und unbequem am Anfang ist. Zumindest bis man sich wieder auf dem körperlichem Level befindet, auf dem es Spaß statt Anstrengung ist. Und so schließt sich der Teufelskreis, der mich dann doch gefangen hält!
Und immer wieder im Kopf: Wann soll es soweit sein für den Versuch 3.0?
Am Wochenende wird es mir leichter fallen, da ich nicht die Gewohnheit der Arbeit haben werde. Wie zum Beispiel der erste Kaffee, bei dem es sich so genüsslich rauchen lässt. Wenn morgens noch keiner im Institut und alles ruhig ist. Dass ich mich auch so mit dem Kaffee in der Hand draußen auf die Bank setzen und die frische Luft atmen könnte, ignoriere ich jetzt mal während ich darüber nachdenke. Vor einem Monat war der Plan, dass ich den Urlaub in der Ferne nutzen könnte. Weit weg von alltäglichen Gewohnheiten und Orten, die ich kenne. Dass ich dort mit meiner Familie sein werde, von der ein Großteil raucht, würde sich darauf natürlich nicht auswirken… Schön jeden Morgen Sport in der Sonne und dann zum Erfrischen in den Pool hüpfen. Toller Plan, aber ging voll Lotte in die Hose. Zwar habe ich in zwei Wochen nur zwei Schachteln geraucht, aber ich war natürlich wieder von mir enttäuscht. Mich mit Zigaretten, die ich absolut nicht mag, zum Aufhören zu überreden habe ich auch drei Wochen versucht. Trotz dem noch widerlichem Geschmack und dem eindeutigen Gefühl des Schrumpfens der Lunge, trat der gewünschte Effekt nicht auf. Wie überraschend :-/
Eigentlich bin ich am meisten aus körperlichen Gründen motiviert. Doch der Ruck, es endlich durch zu ziehen, will einfach nicht durch mich hin durch gehen, aber irgendwie doch. Denn jedes Mal, wenn die Schachtel leer ist, denke ich mir "Aber jetzt!" Langsam komme ich mir vor wie eine Fliege, die ständig gegen das Fenster fliegt bei dem Versuch wieder ins Freie zu gelangen. Nichtrauchen bedeutet für mich Freiheit! Freiheit zu atmen, Freiheit nicht bei längeren Zugfahrten oder einem langen Flug drüber nachdenken zu müssen, wann ich wieder rauchen kann… Und Freiheit mit dem Geld andere Dinge machen zu können. Sparen auf einen Urlaub oder ein neues Tattoo. Theoretisch Grund genug :-)
Heute habe ich wieder eine Schachtel, die sich dem Ende neigt und die ich nutzen möchte, sie als meine letzte Schachtel bezeichnen zu können. Pläne, wie ich die Zeit überstehe und meine Freizeit in Zukunft nutzen kann, habe ich auch. Zeichenblock und eine neue Sportmatte liegen bereit, Frisörtermin ist gemacht, Tattoo-Ideen werden gesammelt. Denn nichts motiviert mehr als dem Körper wieder einen frischen Look zu verpassen. Meine Ratten habe ich, die mich ablenken indem ich für sie Spielzeug baue und sie es dann wieder auseinander nehmen. Das ist ein herrliches Vergnügen dabei zuzusehen. Allerdings weiß ich, dass ich diese Gestaltungsmöglichkeiten schon die ganze Zeit hatte, aber sie nicht genutzt habe. Und warum nicht…keiner weiß es! Noch nicht mal ich. Nach der Arbeit nach Hause kommen, rumliegen und sich beschweren ist ja bequemer als den Hintern zu bewegen. Vielleicht kommt auch die Angst hinzu, dass ich nicht so richtig weiß, wie das Leben ohne Rauchen aussehen soll. Das muss doch langweilig sein? Wobei es offensichtlich genau andersrum ist - das habe ich ja schon selber erlebt. Die Zusammenhänge zwischen Nichtrauchen, Sport und Motivationen habe ich schon tausendmal in meinem Köpfchen eruiert. Also woher kommt diese Spirale der sinnlosen und sinnigen Gedanken? Aber sich darüber nur das Hirn zu zermartern ist auch nicht die beste Lösung. Also muss was Neues her, das mir hilft diesen Brummkreisel auszudrücken und diesen dadurch vielleicht endgültig los zu werden. Da schoss mir der Gedanke BLOG durchs Hirn als ich heute Morgen wieder enttäuscht auf der Terrasse mit Kaffee und Zigarette stand. Denn eigentlich wollte ich heute früh bereits Sport machen und dem Laster entgegen treten. Was ja wieder wunderbar geklappt hat.
Heue Abend wird sich mit der Steuererklärung einer Freundin beschäftigt und zum großen Teil getratscht und Wein getrunken. Dann sollte meine Schachtel auch wieder leer sein und es wird keine neue geholt! Um endlich morgen den neuen Versuch zu starten. Sport, Duschen, Frühstück mit selbstgemachten Brotaufstrichen und danach ein kleines Beautyprogramm zur Belohnung der ersten paar Stunden ohne Zigarette. Ich bin gespannt und werde berichten!
Wie es hier weiter geht weiß ich noch nicht. Wir werden sehen, ein paar Ideen rund um suspekte Erscheinungen als Nichtnichtraucher habe ich. Vielleicht wird das mein neues Hobby, das sich früher oder später zeitaufwendig in mein Leben schleicht. Denn immerhin ist schreiben nicht das Einzige, was dazu gehört. Recherche wie man einen Blog schreibt und was alles zu beachten ist vom technischen Teil bis hin zum Schreibstil sollte auch betrieben werden. Und nur über den Kampf gegen das Rauchen zu schreiben ist hoffentlich auch kein Dauerzustand, denn diesen Kampf will ich wirklich gewinnen. Aber es ist ein schönes Projekt, in das ich mich voll motiviert verrennen kann.
Meine Raucher-Nichtraucher-Nichtnichtraucher-Geschichte
Die Rauchergeschichte ist recht schnell geschrieben. Seit ich zwölf bin rauche ich regelmäßig und demzufolge im Laufe der Jahre immer mehr und viel zu viel. Der Gedanke es endlich zu lassen hat mich vor etwas mehr als zwei Jahren gepackt. Ich habe mit dem Joggen angefangen, was sich nie für möglich gehalten habe, Joggen habe ich immer als albern empfunden. Wenn mir ein Jogger entgegen kam, habe ich immer innerlich – wahrscheinlich oft auch äußerlich – mit dem Kopf geschüttelt. Dann kam eines Tages eine gute Kollegin auf mich zu und sagte, dass für den Firmenlauf noch jemand gesucht wird, der einen anderen Kollegen ersetzt. Da ich mich gerade getrennt hatte und neue Sachen ausprobieren wollte und Zerstreuung brauchte, habe ich einfach mal Ja gesagt. Einmal das Laufen ausprobiert und zwei Tage später beim Firmenlauf die knapp 6,5 km runtergerissen…zwar etwas qualvoll, aber ok. Relativ schnell konnte ich meine Leistung auf 10 km steigern und habe trotz Rauchen meinen ersten 10 km Lauf in 58 Minuten gemacht. Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden und es nagte in mir die Frage, was ich denn alles schaffen könnte, wenn ich nicht Rauchen würde…
Gesagt, Getan… Einfach nicht mehr rauchen! Da man ja vorher schon weiß, dass es nicht einfach wird, ist belesen immer ganz gut. Und da bin ich über was gestolpert, dass wirklich gut geholfen hat, zusätzlich zur eigenen Motivation. Mit dem Gesundheitscoach der TK arbeitet man interaktiv und liest nicht nur Tipps. Hier der Link für alle Interessierten https://www.tk.de/tk/vorsorge-und-frueherkennen/tk-gesundheitscoach/nichtrauchercoach/38634 . Und man bindet ein bis zwei Nichtraucher mit ein, die einem auf die Finger schauen und genauso Tipps bekommen, wie sie dich unterstützen. Es war zwar trotzdem noch schwer, aber irgendwie erträglicher als ich mir anfangs vorgestellt habe. Der regelmäßige Sport hat sein Übriges getan um die Gedanken abzulenken.
Nach ca. einem dreiviertel Jahr kam allerdings die Langeweile beim Laufen und so manche Party. Es hat sich das Rauchen wieder in mein Leben und meinen Kopf geschlichen. Gedanken wie „eine am Abend ist ja nicht so schlimm und teuer“. Doch bei der Einen ist es logischer Weise nicht geblieben. Nun stand ich wieder da und habe im Kopf mit mir, Enttäuschung und der Zigarette gerungen. Das war ziemlich frustrierend.
Aber es ist auch nicht wirklich einfach, wenn man schon so lange raucht! Immerhin hat mich das Rauchen so lange im Leben begleitet und gehörte zu den meisten Erinnerungen. Zum Beispiel das sommerabendliche Sitzen an der Elbe mit Bier und Freunden, oder das entspannte Rauchen am ersten Urlaubstag mit dem Kaffee in der Hand.
Jedoch habe ich in dem dreiviertel Jahr ohne Zigarette enorm viele Vorteile kennengelernt, die mich eigentlich davon abhalten sollten wieder zur Zigarette zu greifen: Das tiefe einatmen der frischen Morgenluft. Sich nach einer Feier nicht mit dem „schlimmsten Kater ever“ (das denke ich bei jedem Kater aufs Neue) am nächsten Tag aufzuwachen. Ja, ein Kater fühlt sich als Nichtraucher ganz anders an! Viel besser zu ertragen und schneller wieder weg. Einfach toll! Genauso wie das Aufwachen am Morgen. Ich fühlte mich einfach fitter am Morgen und habe dann sogar alle zwei Tage für 15 Minuten Sport gemacht. Das hat dem körperlichen Wohlbefinden und der Selbstwahrnehmung echt gut getan. Und als kleine zusätzliche Belohnung natürlich das Geld, das am Ende des Monats übrig geblieben ist…
Und trotzdem kaufte ich wieder eine Schachtel… und habe sie halbvoll weggeschmissen. Und dann wieder eine Schachtel, die ich wieder weg warf. Und so weiter und so fort. Bei jedem Wegwerfen, tat es mir wegen dem Geld leid. Ironischer Weise nur beim Wegwerfen und nicht wenn ich die Schachtel zu Ende geraucht habe. Das ist schon sehr paradox! Aber naja, so funktioniert das im Kopf, wenn man nach etwas süchtig ist.
Motivation und Gedankenkreisel 2.0
Zum Glück hatte ich eine gute Freundin und einen guten Kollegen, die zu dem Zeitpunkt auch von Ihrer Raucherei genervt waren und wir schlossen einen Pakt: Wir hören gemeinsam auf! Aber nicht einfach nur aufhören und fertig, nein, ein Belohnungs- und Bestrafungssystem musste her… Als Anreiz!
Die Belohnung: nach einem Monat - oder länger wie es sich am Ende rausstellte - gönnen wir uns gemeinsam eine richtig gute und teure Flasche Whisky. Zum Glück sind wir alle Whiskyfreunde. Die Bestrafung: derjenige, der in der Zeit wieder eine Zigarette raucht, muss die Flasche bezahlen!
Das hat eigentlich recht gut geklappt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich wieder eine geraucht habe… Und ich weiß gar nicht mehr warum… Jedenfalls hat es nur die Eine gegeben und ich habe die Flasche bezahlt - der Kollege hat aber was dazu gegeben, aus welchen Gründen auch immer ;-) Darüber haben wir nie gesprochen!
Es gab wieder eine lange Zeit des Nichtrauchens und das fand ich in der Zeit klasse… Bis vor ein paar Monaten. Seit dem geht der Ärger wieder los. Und frustriert mich aufs Neue!
Motivation und Gedankenkreisel 3.0
Ich muss voraus schicken, dass ich kurz nach dem Whisky Abend in eine andere Stadt gezogen bin und hier noch keine neuen Verbündeten zu diesem Thema habe. Meine Mitverschwörerin hat auch wieder angefangen zu rauchen…Sehr ärgerlich, allerdings ist es bei ihr stressbedingt und daher irgendwie noch nachvollziehbar. Zumindest als Außenstehender, sie selbst ist darüber vermutlich nicht sehr amused...
Ich weiß nicht so recht, warum ich wieder angefangen habe, da es absolut keinen Grund gibt. Mein neuer Job ist um einiges weniger stressig. Ich muss nicht jeden Tag Überstunden machen und die neue Stadt ist entspannter und hübsch anzusehen. Also alles, was ich wollte nach den Jahren der Stresserei.
Meine Gedanken drehen sich im Kreis. Ich schiebe das Nichtrauchen immer wieder auf den nächsten Tag, denn solange ich noch Zigaretten in der Schachtel habe, wäre es ja schade ums Geld. Wobei ich auch wieder einige Schachteln zwischendurch weggeworfen habe um es erneut zu schaffen. Tja, Pustekuchen, denn irgendwie geht es dann doch nicht ohne.
Ich schwanke ständig zwischen Enttäuschung über mich und Gleichgültigkeit hin und her. Abends merke ich immer wieder, dass es dumm ist zu rauchen. Vor allem aus körperlicher Sicht. Zum Rauchen muss ich zwei Etagen runter auf die gemeinschaftliche Terrasse, denn in der Wohnung rauchen geht für mich absolut nicht und ging es auch nie. Das ist zum einen ekelhaft und zum anderen sind mein Freund und meine Ratten Nichtraucher. So viel Rücksicht nehme ich dann schon auf andere. Ok, ein zwei Wohnung hatte ich, in denen ich gezwungener Maßen rauchen musste - es war ja kein Balkon dran und ab drei Etagen hörte die Rücksicht auch auf. Aber das ist lange her! Jedenfalls muss ich die zwei Etagen auch wieder hoch und das ist oft mit erhöhtem Puls und schwerer Atmung verbunden, wenn ich dann wieder vor unserer Wohnungstür stehe. Das sind die Momente, in denen ich über mich selber den Kopf schüttle, zum einen vor Verachtung und zum anderen….Nein, eigentlich meist nur vor Verachtung, dass ich es wieder nicht geschafft habe bei der letzten Zigarette oder Schachtel aufzuhören.
Sport am Morgen habe ich schleifen lassen bis hin, dass ich keinen mehr mache. Das Essen, dass ich mir momentan in den Körper schiebe ist echt nicht das Beste…Abgesehen davon, dass ich Appetitsprobleme habe. Das kann ich allerdings auf die Sportlosigkeit zurückführen. Denn durch Sport habe ich gelernt, dass der Körper immer auf das Appetit hat, das ihm in dem Moment gut tut. Und das ist meist was Frisches wie Gemüse, Obst und irgendwas mit vielen Proteinen! Und durch frisches Essen steigen das innerliche Wohlbefinden und die Motivation um einiges. Das weiß ich aus Erfahrung und habe es in der Nichtraucherphase auch sehr gemocht. Vor allem, da ich nur noch selten bis zur Überfüllung gegessen habe bzw. durch die Auswahl der Lebensmittel gar nicht dieses schwere Gefühl im Körper bekommen habe. Wie jeder Raucher weiß, schmeckt die Zigarette nach einem schweren Essen fast noch besser als die anderen Zigaretten. Das Problem des Rauchverlangens wäre mit gutem Essen also auch fast automatisch behoben.
Somit bin ich wieder an dem Punkt, an dem mir völlig bewusst ist, dass ich mich mit dem Rauchen nicht wohl fühle und es mir ohne um einiges besser geht, aber die Bequemlichkeit siegt momentan… Schließlich weiß ich ja jetzt wie schwer es ist die erste Zeit ohne Zigarette zu überstehen. Aber ich weiß auch, dass es nach einer bestimmten Zeit einfacher und unbeschwerlicher wird. Außerdem gibt es für die Gegenwart und die Zukunft gute Gründe das Rauchen endlich wieder und vor allem endgültig zu lassen: mein Freund soll sich nicht in 10 oder 20 Jahren Sorgen müssen ob ich mit einer Chemotherapie wieder gesund werde. Eine kleine Schwester habe ich, die sehr stolz auf mich war als ich endlich nicht mehr geraucht habe. Ihre Enttäuschung darüber trifft mich eigentlich mitten ins Herz. Oder wenn doch mal ein kleines Menschlein in mir heran wächst, muss ich nicht während dessen erst aufhören zu rauchen, sondern biete dem/der Kleinen von Anfang an eine gute Umgebung ohne irgendwelche Nikotin- und Teerbelastungen. In meinen Augen ist nichts unverantwortlicher als während der Schwangerschaft zu rauchen. Und ich muss gestehen, dass ich seit dem ersten Versuch aufzuhören alle Eltern (vor allem Mütter), die rauchend neben ihrem Kinderwagen stehen, in meinem Kopf abwertend beurteile. Das mag nicht fair sein, denn selber weiß ja wie schwer das ist nicht zu rauchen, aber es ist nun mal mein Gedankengang. Wahrscheinlich weil ich selber nicht so sein möchte.
Die Aktivitätsproblematik ist ein großes Thema für mich, immerhin braucht man Zerstreuung während der Raucherentwöhnung. Freizeit und eine interessante Umgebung wollte ich immer. Tja, beides habe ich jetzt, aber warum nutze ich das nicht??? Irgendwie muss ich lernen mit der Freizeit auch endlich mal was anzufangen. Die Jahre davor hatte ich ständig Arbeit um die Ohren, selbst in meinem bisschen Freizeit habe ich nur über Arbeit gesprochen. Alle sagen immer: "Jetzt hast du Zeit für ein Hobby!" aber das ist zu zeitintensiv… Man erkenne die Ironie! Wenn ich mich auf ein Hobby konzentriere, dann ist mir das zu zeitaufwändig und meist entstehen daraus Verpflichtungen früher oder später. Am Ende wird das sicherlich nicht der Fall sein, aber so sagt es der Kopf. Und vor allem, welches Hobby soll es denn sein? Stricken habe ich mal versucht, weil eine Kollegin tolle Sachen aus Wolle gezaubert hat. Nach einer Woche habe ich es sein lassen, da es mich leicht aggressiv gemacht hat. Das in Kombination mit den Stricknadeln habe ich dann doch als zu gefährlich eingestuft!
Also müssen viele kleine Beschäftigungen her, die ich spontan machen kann, je nach dem, wonach mir gerade ist… Und die mich effektiv vom Rauchen ablenken! Aber auch da die Frage: "Welche?" Da kommt das Thema Sport wieder auf, und dass es ganz schön anstrengend und unbequem am Anfang ist. Zumindest bis man sich wieder auf dem körperlichem Level befindet, auf dem es Spaß statt Anstrengung ist. Und so schließt sich der Teufelskreis, der mich dann doch gefangen hält!
Und immer wieder im Kopf: Wann soll es soweit sein für den Versuch 3.0?
Am Wochenende wird es mir leichter fallen, da ich nicht die Gewohnheit der Arbeit haben werde. Wie zum Beispiel der erste Kaffee, bei dem es sich so genüsslich rauchen lässt. Wenn morgens noch keiner im Institut und alles ruhig ist. Dass ich mich auch so mit dem Kaffee in der Hand draußen auf die Bank setzen und die frische Luft atmen könnte, ignoriere ich jetzt mal während ich darüber nachdenke. Vor einem Monat war der Plan, dass ich den Urlaub in der Ferne nutzen könnte. Weit weg von alltäglichen Gewohnheiten und Orten, die ich kenne. Dass ich dort mit meiner Familie sein werde, von der ein Großteil raucht, würde sich darauf natürlich nicht auswirken… Schön jeden Morgen Sport in der Sonne und dann zum Erfrischen in den Pool hüpfen. Toller Plan, aber ging voll Lotte in die Hose. Zwar habe ich in zwei Wochen nur zwei Schachteln geraucht, aber ich war natürlich wieder von mir enttäuscht. Mich mit Zigaretten, die ich absolut nicht mag, zum Aufhören zu überreden habe ich auch drei Wochen versucht. Trotz dem noch widerlichem Geschmack und dem eindeutigen Gefühl des Schrumpfens der Lunge, trat der gewünschte Effekt nicht auf. Wie überraschend :-/
Eigentlich bin ich am meisten aus körperlichen Gründen motiviert. Doch der Ruck, es endlich durch zu ziehen, will einfach nicht durch mich hin durch gehen, aber irgendwie doch. Denn jedes Mal, wenn die Schachtel leer ist, denke ich mir "Aber jetzt!" Langsam komme ich mir vor wie eine Fliege, die ständig gegen das Fenster fliegt bei dem Versuch wieder ins Freie zu gelangen. Nichtrauchen bedeutet für mich Freiheit! Freiheit zu atmen, Freiheit nicht bei längeren Zugfahrten oder einem langen Flug drüber nachdenken zu müssen, wann ich wieder rauchen kann… Und Freiheit mit dem Geld andere Dinge machen zu können. Sparen auf einen Urlaub oder ein neues Tattoo. Theoretisch Grund genug :-)
Heute habe ich wieder eine Schachtel, die sich dem Ende neigt und die ich nutzen möchte, sie als meine letzte Schachtel bezeichnen zu können. Pläne, wie ich die Zeit überstehe und meine Freizeit in Zukunft nutzen kann, habe ich auch. Zeichenblock und eine neue Sportmatte liegen bereit, Frisörtermin ist gemacht, Tattoo-Ideen werden gesammelt. Denn nichts motiviert mehr als dem Körper wieder einen frischen Look zu verpassen. Meine Ratten habe ich, die mich ablenken indem ich für sie Spielzeug baue und sie es dann wieder auseinander nehmen. Das ist ein herrliches Vergnügen dabei zuzusehen. Allerdings weiß ich, dass ich diese Gestaltungsmöglichkeiten schon die ganze Zeit hatte, aber sie nicht genutzt habe. Und warum nicht…keiner weiß es! Noch nicht mal ich. Nach der Arbeit nach Hause kommen, rumliegen und sich beschweren ist ja bequemer als den Hintern zu bewegen. Vielleicht kommt auch die Angst hinzu, dass ich nicht so richtig weiß, wie das Leben ohne Rauchen aussehen soll. Das muss doch langweilig sein? Wobei es offensichtlich genau andersrum ist - das habe ich ja schon selber erlebt. Die Zusammenhänge zwischen Nichtrauchen, Sport und Motivationen habe ich schon tausendmal in meinem Köpfchen eruiert. Also woher kommt diese Spirale der sinnlosen und sinnigen Gedanken? Aber sich darüber nur das Hirn zu zermartern ist auch nicht die beste Lösung. Also muss was Neues her, das mir hilft diesen Brummkreisel auszudrücken und diesen dadurch vielleicht endgültig los zu werden. Da schoss mir der Gedanke BLOG durchs Hirn als ich heute Morgen wieder enttäuscht auf der Terrasse mit Kaffee und Zigarette stand. Denn eigentlich wollte ich heute früh bereits Sport machen und dem Laster entgegen treten. Was ja wieder wunderbar geklappt hat.
Heue Abend wird sich mit der Steuererklärung einer Freundin beschäftigt und zum großen Teil getratscht und Wein getrunken. Dann sollte meine Schachtel auch wieder leer sein und es wird keine neue geholt! Um endlich morgen den neuen Versuch zu starten. Sport, Duschen, Frühstück mit selbstgemachten Brotaufstrichen und danach ein kleines Beautyprogramm zur Belohnung der ersten paar Stunden ohne Zigarette. Ich bin gespannt und werde berichten!
Wie es hier weiter geht weiß ich noch nicht. Wir werden sehen, ein paar Ideen rund um suspekte Erscheinungen als Nichtnichtraucher habe ich. Vielleicht wird das mein neues Hobby, das sich früher oder später zeitaufwendig in mein Leben schleicht. Denn immerhin ist schreiben nicht das Einzige, was dazu gehört. Recherche wie man einen Blog schreibt und was alles zu beachten ist vom technischen Teil bis hin zum Schreibstil sollte auch betrieben werden. Und nur über den Kampf gegen das Rauchen zu schreiben ist hoffentlich auch kein Dauerzustand, denn diesen Kampf will ich wirklich gewinnen. Aber es ist ein schönes Projekt, in das ich mich voll motiviert verrennen kann.
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Also einen Blog...
chris tine, 10:40h
Versuche ich es mal…
Der Gedanke kam mir heute früh als ich auf der Terrasse stand und wieder enttäuscht auf meine Zigarette starrte. Wie kann ich mich selber endlich dazu bewegen erneut mit dem Rauchen aufzuhören? Nur immer wieder mit mir selber kleine Deals abzuschließen - als Motivation - hat die letzten Monate auch nicht gut geklappt. Man kann sich ja schließlich immer wieder selber überreden, den gerade geschlossenen Pakt wieder zu verwerfen. Dass man es versucht muss man ja niemanden verraten, der dann zusätzlich auch noch mit enttäuscht ist, wenn es nicht klappt. Meist ist das mein Freund, der dafür schon oft herhalten musste. Der Arme weiß langsam auch nicht mehr, wie er mir helfen kann oder soll bzw. darf - was eher das Problem ist in manchen Entwöhnungsphasen. Meine Gereiztheit nach 24 Stunden ohne Zigarette würde ich auch nicht abbekommen wollen.
Somit kam der Gedanke auf einen Blog zu erstellen. Ob es auf ewig um den Kreisel zur Rauchentwöhnung gehen wird, weiß ich noch nicht. Aber es hilft vielleicht mein Verhalten und Denken für mich selbst zu reflektieren und eine Ablenkung zu schaffen statt zur Zigarette zu greifen. Immerhin habe ich es schon zweimal geschafft, auch wenn es nur für einen bestimmten Zeitraum war.
Aber immerhin, besser als die Pros des Nichtrauchen gar nicht zu kennen. Und davon gibt es eine Menge! Doch darauf möchte ich nicht im „DuDuDu“-Ton eingehen. Solche Seiten gibt es genug. Ebenso wie „So schaffst du Es“ und „Wenn ich es schaffe, schaffst du es auch“. Eigentlich möchte ich nur das Wirrwarr zum Thema Rauchen oder Nichtrauchen bzw. meinen momentanen innerlichen Krieg mit mir selber aufschreiben. Denn sicherlich kenne nicht nur ich das Problem und das Hin und Her. Wahrscheinlich fechten andere genau das gleiche aus – denn mal ehrlich: so einzigartig wie wir gerne sein möchten sind wir meist in bestimmten Bereichen nicht. Und das ist auch keine Schande. Manchmal ist gleiches oder ähnliches Denken von Vorteil! Denken wir doch nur mal an den/die Liebste/n. Würde man nicht ähnlich denken in manchen Themen, wäre eine Beziehung meist nicht möglich.
Naja, und um vielleicht mit anderen gemeinsam diesen Krieg gewinnen zu können muss man ihn aufschreiben und veröffentlichen….
Also einen Blog….
Der Gedanke kam mir heute früh als ich auf der Terrasse stand und wieder enttäuscht auf meine Zigarette starrte. Wie kann ich mich selber endlich dazu bewegen erneut mit dem Rauchen aufzuhören? Nur immer wieder mit mir selber kleine Deals abzuschließen - als Motivation - hat die letzten Monate auch nicht gut geklappt. Man kann sich ja schließlich immer wieder selber überreden, den gerade geschlossenen Pakt wieder zu verwerfen. Dass man es versucht muss man ja niemanden verraten, der dann zusätzlich auch noch mit enttäuscht ist, wenn es nicht klappt. Meist ist das mein Freund, der dafür schon oft herhalten musste. Der Arme weiß langsam auch nicht mehr, wie er mir helfen kann oder soll bzw. darf - was eher das Problem ist in manchen Entwöhnungsphasen. Meine Gereiztheit nach 24 Stunden ohne Zigarette würde ich auch nicht abbekommen wollen.
Somit kam der Gedanke auf einen Blog zu erstellen. Ob es auf ewig um den Kreisel zur Rauchentwöhnung gehen wird, weiß ich noch nicht. Aber es hilft vielleicht mein Verhalten und Denken für mich selbst zu reflektieren und eine Ablenkung zu schaffen statt zur Zigarette zu greifen. Immerhin habe ich es schon zweimal geschafft, auch wenn es nur für einen bestimmten Zeitraum war.
Aber immerhin, besser als die Pros des Nichtrauchen gar nicht zu kennen. Und davon gibt es eine Menge! Doch darauf möchte ich nicht im „DuDuDu“-Ton eingehen. Solche Seiten gibt es genug. Ebenso wie „So schaffst du Es“ und „Wenn ich es schaffe, schaffst du es auch“. Eigentlich möchte ich nur das Wirrwarr zum Thema Rauchen oder Nichtrauchen bzw. meinen momentanen innerlichen Krieg mit mir selber aufschreiben. Denn sicherlich kenne nicht nur ich das Problem und das Hin und Her. Wahrscheinlich fechten andere genau das gleiche aus – denn mal ehrlich: so einzigartig wie wir gerne sein möchten sind wir meist in bestimmten Bereichen nicht. Und das ist auch keine Schande. Manchmal ist gleiches oder ähnliches Denken von Vorteil! Denken wir doch nur mal an den/die Liebste/n. Würde man nicht ähnlich denken in manchen Themen, wäre eine Beziehung meist nicht möglich.
Naja, und um vielleicht mit anderen gemeinsam diesen Krieg gewinnen zu können muss man ihn aufschreiben und veröffentlichen….
Also einen Blog….
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